Warum man gedrucktes Werbematerial nicht einfach mal eben in Webdesign umsetzen
kann.
Irgendwann kommt für alle
Unternehmen mal das erste Mal, sprich der Einstieg mit einer eigenen Präsenz ins weltweite Internet. Wer in diesem
Fall wenig Online-Erfahrung vorzuweisen hat, meint vielleicht, dass man die gedruckten Geschäfts- und Werbematerien
einfach nur kurz für das Web umzuwandeln braucht. Doch das ist ein hundertprozentiger Fehlschluss. So funktioniert
Webdesign einfach nicht. Es fängt schon bei den Schriften und der Typographie an: Eine 1:1 Umsetzung funktioniert
hier fast nie – allein schon deshalb weil der User am heimischen PC seine ganz spezielle Browserkonfiguration
eingestellt hat, die bestimmte bevorzugte Schriften oder Schriftgrößen beinhaltet. Auch von der Pixelgenauen
Positionierung von Headlines, Absätzen, etc. darf man sich getrost verabschieden. Die einzige Möglichkeit wäre,
Printpublikationen zu scannen und dann als Grafik in die Webseite einzubauen. Mal abgesehen, dass dies in keiner
Weise den Gepflogenheiten des Webs entsprechen würde, kämen dabei auch extrem lange Ladezeiten zustande, die sich
kein Webmaster wirklich leisten kann. Stichwort Ladezeit: Der Zwang zur Einsparung von Ressourcen beim Webdesign
bedeutet auch, dass ein sagen wir mal 3 MB großes Foto erst einmal gekonnt in seiner Auflösung bzw. Dateigröße
reduzieren muss, um es tauglich für das World Wide Web zu machen. Auch hier unterscheiden sich echte Könner von
Hobby-Webdesignern, die oftmals zu große oder kaum noch in allen Facetten erkennbare Bilddateien ins Web stellen.
Während man einen gedruckten Katalog normaler Weise von vorne nach hinten durchblättert, gilt es im Internet, die
Webseiten ganz anders – nämlich durch intelligent verschachtelte Hyperlinks – anzuordnen. Bei umfangreichen
Informationen, die sich auf Hunderte von Seiten verteilen, bringt das enorme Vorteile. Voraussetzung dafür ist
natürlich wiederum, dass Gliederung und Struktur der Website vorab gut geplant wurden. Sie sehen schon: Im Web gilt
es, komplett umzudenken.
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